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Wahr oder erfunden? Die Meinung der Linden-Apotheke Halle, Apotheke im Kaufland Merseburg und Weißenfels zu einigen hartnäckigen Gesundheitsmythen:

Einige Gesundheitsmythen halten sich hartnäckig. In der Kindheit gehört, von Generation zu Generation weitergegeben, sind zu Bestandteil unseres Alltags geworden. Einige Gesundheitsmythen klingen durchaus plausibel. Ihre Linden-Apotheke beleuchtet einige davon und verrät Ihnen welche Gesundheitsmythen einen wahren Kern haben und welche Gesundheitsmythen Märchen sind.

Gesundheitsmythos: Essen am Abend bedingt Gewichtszunahme

Wer abnehmen möchte, der sollte nach 18 Uhr nichts mehr essen - ist das einer der Gesundheitsmythen? Es ist ein Funken Wahrheit dran, entscheidend ist aber die gesamte Kalorienmenge, die wir am Tag zuführen. Wenn wir mehr Kalorien dem Körper am Tag zuführen als er benötigt, lagert unser Körper für schlechte Zeiten etwas ein. Wenn wir weniger Kalorien dem Körper zuführen, ist er gezwungen an die Reserven bzw. Fettdepots heran zu gehen. Nach jedem Essen steigen zwangsläufig z.B. der Insulinspiegel, um die Zucker als Energieträger in die Zellen des Körpers zu schleusen. Erhöhte Insulinspiegel lassen den Körper aber weniger die Fettdepots angreifen. Also je später wir essen, je später ist der Insulinspiegel erhöht, je weniger geht der Körper in der Nacht an seine Fettdepots.

Der Rat der Linden-Apotheke Halle, Apotheke im Kaufland Merseburg und Weißenfels: Essen Sie spät nicht unbedingt Ihre Hauptmahlzeit des Tages und achten Sie auf eine ausgeglichene Energiebilanz am Tag. Essen Sie kalorien- und fettarm, viel Obst und Gemüse und sorgen Sie für reichlich Bewegung am Tag

Gesundheitsmythos: Kaffee entzieht Flüssigkeit

Das haben Sie bestimmt auch schon gehört: " ... Kaffee entzieht dem Körper Flüssigkeit ... ". Stimmt das? Sicherlich haben Sie auch schon beobachtet, wenn Sie Kaffee trinken, müssen Sie eher zur Toilette gehen um die Blase zu entleeren. Dennoch ist dieser Gesundheitsmythos ein Irrglauben. Kaffee wirkt zwar harntreibend und lässt Sie dadurch bedingt eher zur Toilette gehen, er entzieht dem Körper aber nicht explizit Flüssigkeit. Im Gegenteil - Studien zeigen, dass er eine Reihe positiver Effekte auf unseren Körper hat und belebend wirkt er darüber hinaus.

Gesundheitsmythos: Frauen frieren schneller als Männer

Der Volksmund behauptet: Frauen frieren schneller als Männer - gehört das zu den Gesundheitsmythen? Nein, es ist etwas daran. Frauen sind kleiner als Männer und haben im Vergleich ihres Körpervolumens mehr Körperoberfläche als Männer. Über die im Verhältnis größere Körperoberfläche kann dadurch mehr Körperwärme an die Umgebung abgegeben werden. Die Körperwärme wird in den Muskeln erzeugt. Frauen haben davon eher weniger. Darüber hinaus ist die Haut der Frauen dünner als bei Männern. Drei Gründe warum Frauen schneller frieren als Männer.

Gesundheitsmythos: Wunden heilen an frischer Luft besser

Bei Verletzungen heilen die Wunden besser an der Luft - einer der Gesundheitsmythen? Kleine Verletzungen können durchaus ohne Verband bleiben, eine schneller Heilung erfolgt dadurch aber nicht. Eine Wundabdeckung schützt die Wunde aber besser vor Schmutz und Keimen, die zu einer Entzündung führen können. Eine Blase sollten Sie nicht aufstechen. Durch die Öffnung können Keime hineinkommen. Die geschlossene Blase hält ein feuchtes Wundmilieu vor, welches die Heilung sogar fordert. Es gibt Blasenpflaster, deren Gelschicht auf der Wunde ein feuchtes Milieu vorhalten, was zur besseren Hautregeneration beiträgt.

Gesundheitsmythos: Schokolade begünstigt unreine Haut

Dieser Gesundheitsmythos ist wissenschaftlich nicht belegt. Pickel und unreine Haut wird eher durch den Hormonhaushalt verursacht, sodass verstärkt Talg in den Talgdrüsen der Haut gebildet wird. Schokolade enthält zwar Fett, Sie ist aber bei übermäßigem Verzehr eher dem Körpergewicht unzutrräglich. Generell sollten Sie auf eine abwechslungsreiche gesunde Ernährung achten. Eine ungesunde Lebensweise, viel Alkohol, Nikotin schlecht Ernährung mit viel Fett und Zucker wirken sich negativ auf die Haut aus.

Gesundheitsmythos: Schwangere essen für zwei

Das für das Wachstum des Kindes vermehrt Stoffe gebraucht werden und der Hunger einer Schwangeren größer sein kann ist unstrittig. Es sind aber nur ca. 250 Kalorien mehr, die benötigt werden und nicht das doppelte der Kalorienzahl eines Erwachsenen. Wichtig ist eine abwechslungsreiche Ernährung, nicht die doppelte Menge. Diese würde nach der Schwangerschaft zu Gewichtsproblemen führen.